Vertrag von versailles siegermächte

Ewa Thompson weist darauf hin, dass der Vertrag es zahlreichen Nationen in Mittel- und Osteuropa erlaubte, sich von der repressiven deutschen Herrschaft zu befreien, eine Tatsache, die von der westlichen Geschichtsschreibung oft vernachlässigt wird und die mehr daran interessiert ist, den deutschen Standpunkt zu verstehen. In Nationen, die sich durch den Vertrag frei befanden – wie Polen oder Tschechen – wird es als Symbol für die Anerkennung von Unrecht gesehen, das von ihren viel größeren aggressiven Nachbarn gegen kleine Nationen begangen wurde. [215] Der Vertrag beraubte Deutschland von 25.000 Quadratmeilen (65.000 km2) Territorium und 7 Millionen Menschen. Sie verpflichtete Deutschland auch, die durch den Vertrag von Brest-Litowsk erzielten Gewinne aufzugeben und den errichteten Protektoraten die Unabhängigkeit zu gewähren. [17] In Westeuropa war Deutschland verpflichtet, die belgische Souveränität über Moresnet anzuerkennen und die Kontrolle über das Gebiet Eupen-Malmedy abzutreten. Innerhalb von sechs Monaten nach dem Transfer musste Belgien eine Volksabstimmung darüber durchführen, ob die Bürger der Region unter belgischer Souveränität bleiben oder in die deutsche Kontrolle zurückkehren, die Ergebnisse dem Völkerbund mitteilen und sich an die Entscheidung der Liga halten wollten. [64] Um die Zerstörung französischer Kohlebergwerke zu kompensieren, sollte Deutschland die Produktion der Saar-Kohlebergwerke an Frankreich abtreten und die Saar 15 Jahre lang an den Völkerbund kontrollieren; eine Volksabstimmung würde dann abgehalten, um über die Souveränität zu entscheiden. [65] Der Vertrag stellte die Provinzen Elsass-Lothringen an Frankreich wieder her, indem er die Verträge von Versailles und Frankfurt von 1871 aufhob, da sie sich auf diese Frage bezogen. [66] Frankreich konnte behaupten, dass die Provinzen Elsass-Lothringen tatsächlich zu Frankreich und nicht zu Deutschland gehörten, indem es ein Schreiben des preußischen Königs an Kaiserin Eugénie offenlegte, das Eugénie vorlegte, in dem Wilhelm I. schrieb, dass die Gebiete Elsass-Lothringens von Deutschland nur zum Zweck der nationalen Verteidigung und nicht zur Erweiterung des deutschen Territoriums angefordert worden seien. [67] Die Souveränität Schleswig-Holsteins sollte durch eine Volksabstimmung gelöst werden, die zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden soll (siehe Schleswig-Plebiszitten). [68] Ein Unzufriedenerblock von 12–18 “Irreconcilables”, meist Republikaner, aber auch Vertreter der irischen und deutschen Demokraten, lehnte den Vertrag vehement ab.

L i n k s
B u y   P r i n t s
F a c e b o o k
T r a n s l a t e